Wir haben verstanden!

Darf ich das überhaupt noch so schreiben?

Wenn man sich umhört, geistert eine große Verunsicherung durch die Köpfe der Autor*innen und bei allen neuen Ideen kommt unweigerlich irgendwann die Frage auf: "Darf ich das überhaupt noch so schreiben?" 

Durch die Art, wie wir Sprache gebrauchen, können wir die Zukunft mitbestimmen. Es mag ein scheinbar kleiner Teil sein, aber ich glaube, er ist größer, als uns bewusst ist. Jede und jeder von uns möchten Sprache verwenden, durch die sich alle eingeladen und angesprochen fühlen - und niemand ausgegrenzt. Oft ist uns aber gar nicht bewusst, dass Äußerungen das bewirken und überhaupt - "das sagt man halt so" und "das ist doch gar nicht so gemeint" ... 

Wir haben verstanden!

Dass ein "Das sagt man halt so" nicht bedeutet, dass man es auch weiter so sagen sollte. 
Dass ein "War doch nicht so gemeint", nicht weniger weh tut. 
Dass ein "Stell dich nicht so an" niemandem hilft. 

Wir haben verstanden und wir alle geben uns Mühe, unsere Sprache noch mehr und auch neu zu überdenken, uns selbst zuzuhören und auf die Schliche zu kommen. Manchmal gelingt es noch nicht so gut, wie wir es wünschen. Finden wir in älteren Büchern Sätze, die wir mit dem Bewusstsein von heute nicht mehr so schreiben würden, sprechen wir darüber. Diskutieren und hinterfragen. Und ändern es dann für die nächste Auflage.

Wir möchten, dass unsere Bücher gelesen und geliebt werden. Sprache dient uns dazu als Instrument. Wir möchten miteinander lernen und die blinden Flecken sichtbar machen. Damit Sprache uns alle verbindet und nicht trennt.

Nicht die Sprache muss sich weiterentwickeln, sondern wir, die sie verwenden. 
Wir haben verstanden! 

❤️ Astrid 

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