Unsere Autoren
Manuel Kohout![]()
![]()
- Manuel Kohout, Jahrgang 1981
- zog nach dem Abitur und jahrelangem Reisen nach Schweden
- Dort traf er seine spätere Frau und erlernte Grundfertigkeiten alter Handwerke wie der Töpferei, der Schreinerei und der Schmiedekunst
- Er studiert Sprachen und lebt mit Frau und Tochter in Uppsala.
Wie kamen Sie auf die Idee für die Geschichte?
Die hauptsächliche Inspiration für Maienmond liegt in meiner Liebe zu den Wäldern meiner Heimat begründet und in dem Wunsch, deren Schönheit in den Herzen anderer erstehen zu lassen. Eine weitere Quelle der Inspiration fand ich in meinem Interesse für alte Legenden, Sagen und Schöpfungsgeschichten: Yggdrasil die Weltenesche aus der Lieder-Edda und ähnliche magische Bäume einer Vielzahl anderer Mythologien ließen in mir die Idee für die Erschaffung der Weltenbäume Tar und Gwendolin wachsen; die Arthussagen und deren Glücksritter schufen den Grund für Parzival, den ewig Suchenden; die unzähligen Märchen über den uralten Menschheitstraum des ewigen Lebens waren die Inspirationsquellen für Parzivals Antagonistin, Moraq el Goch, die einsame Felsentrollin und ihre Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Andere Anregungen stammen z.B. aus den phantastischen Bildern John Baurs in „Unter Wichteln und Trollen“, aus den Märchen über die Nornen und deren Versuch, dem scheinbar zufällig agierenden Schicksal einen tieferen Sinn zu geben oder den altägyptischen Mythologien, als deren erdichtetes Enkelkind Stig der Zauberkater das Licht der Welt erblickte. Meine eigene Vorliebe fürs Reisen und die Faszination für die spirituellen Reisen der Urvölker beim Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter taten den Rest: Die Idee für Parzivals und Mayas Reise zum Ursprung des Lebens, zur Neu(er)findung ihrer selbst war geboren.
Für welches Publikum ich schreiben wollte? Das ist schnell beantwortet: Als Sohn einer Buchhändlerin lebte ich schon als Kind ganze Tage lang mehr in den Traumwelten der Geschichten, die ich laß, als in der Wirklichkeit. Das Glück, das ich dabei empfand, erhoffe ich mir mit der Geschichte Maienmond an meine kleine Tochter und andere Kinder (und natürlich auch junggebliebene Erwachsene!!) weiterschenken zu können. Ich glaube, dass sich Maienmond als Vorlesebuch schon ab einem Alter von 8 Jahren gut eignet. Für Kinder, die selbst lesen, mag die Sprache in diesem Alter jedoch an gewissen Stellen etwas zu schwierig sein - Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man schon mit 10- 11 Jahren alles gut verstehen kann.
Wo schreiben Sie am liebsten?
Abends im Kerzenlicht am Küchentisch mit Blick auf den Wald.
Was hat Sie nach Schweden verschlagen?
Die Liebe. Nachdem ich von einer Weltreise nach Hause kam, erzählten mir meine Eltern von ihren ( nun schon seit geraumer Zeit Wirklichkeit gewordenen...) Plänen, nach Schweden auszuwandern, um ihren langjährigen Traum in Erfüllung zu bringen, näher mit und vom Land zu leben. Da ich frei war und noch nichts anderes vorhatte, beschloss ich, mir ein Bild von diesem wilden Land im hohen Norden zu machen, von dem ich damals kaum etwas wusste. So besuchte ich für zwei Monate einen guten Freund, der in Uppsala (einer alten Universitätsstadt ca. eine Autostunde nördlich von Stockholm) lebte. Durch ihn traf ich Åsa, meine wundervolle Frau - und noch bevor meine Eltern ihre Koffer packen konnten, lebte ich schon glücklich verliebt in einem kleinen roten Holzhaus, neben einem See mitten im schwedischen Wald.
Sind weitere Geschichten geplant?
Ja!
Wie lange haben Sie an dem Buch gearbeitet?
Etwa ein halbes Jahr. Ich habe die Geschichte eigentlich von Anfang bis Ende durchgeschrieben ohne später groß etwas daran zu ändern. Nach etwa drei Monaten war die Rohfassung fertig, an der ich dann noch sprachlich arbeitete und einzelne Stellen umschrieb oder beifügte.
